Im Ayurveda ist Öl nicht gleich Öl. Die Wahl des richtigen Massageöls ist keine Nebensache — sie ist das Herzstück jeder Abhyanga-Sitzung. Denn nur wenn das Öl zu deiner Konstitution passt, kann es seine volle Wirkung entfalten.
Vata — das Prinzip der Bewegung und Trockenheit. Vata-Menschen haben oft trockene, raue Haut, kalte Hände und Füße und eine Neigung zu innerer Unruhe. Das ideale Öl für Vata ist gereiftes Sesamöl. Es hat eine natürliche Wärme, dringt tief in die Haut ein und beruhigt das überaktive Nervensystem. Nach einer Abhyanga mit Sesamöl berichten Vata-Typen häufig von einem Gefühl tiefer Erdung und Geborgenheit.
Pitta — das Prinzip der Transformation und Hitze. Pitta-Menschen sind von Natur aus warm, haben empfindliche, zu Rötungen neigende Haut und reagieren stark auf Hitze. Kokosöl ist hier die erste Wahl. Es kühlt die Haut, beruhigt Entzündungen und bringt das innere Feuer in Balance. Im Sommer verwenden wir bei Ayuasana besonders gerne Kokosöl — auch für Mischtypen.
Kapha — das Prinzip der Stabilität und Schwere. Kapha-Menschen haben eine kräftige Konstitution, neigen zu öliger Haut und fühlen sich bei Feuchtigkeit und Kälte schnell träge. Senföl ist leicht, wärmend und anregend. Es aktiviert den Stoffwechsel und bringt Bewegung in ein System, das zur Stagnation neigt. Alternativ eignet sich auch Distelöl.
Mischtypen — die meisten Menschen sind Mischtypen. Bei Ayuasana bestimmen wir im Vorgespräch, welches Dosha gerade dominiert, und passen die Ölwahl an die aktuelle Jahreszeit und deinen Zustand an.
Ein Tipp für zu Hause: Auch die tägliche Selbstmassage (Abhyanga) profitiert von der richtigen Ölwahl. Erwärme das Öl leicht, massiere es in kreisenden Bewegungen ein und lasse es zwanzig Minuten einwirken, bevor du duschst.
Die richtige Ölwahl ist keine Wissenschaft — sie ist Achtsamkeit. Wenn du mehr erfahren möchtest, beraten wir dich gerne bei deinem nächsten Besuch in unserer Praxis in Köln.