SaisonalesNaveen Reddy

Ayurveda im Winter: Wärme-Rituale für die Vata-Zeit

Winter ist Vata-Zeit: kalt, trocken, unruhig. Ich erzähle dir, warum warmes Öl jetzt so guttut – mit Abendritualen, warmen Gerichten und einer kleinen Selbstmassage für zuhause.

Es gibt diesen Moment im November, den ich jedes Jahr aufs Neue liebe: Draußen wird es um fünf Uhr dunkel, der Wind zieht durch die Straßen, und in meinem Studio steht das Sesamöl schon im Wasserbad. Ich mag den Winter – nicht trotz der Kälte, sondern wegen allem, was sie möglich macht: Kerzenlicht, dicke Decken, langsame Abende und warmes Öl auf kühler Haut. Im Ayurveda hat diese Jahreszeit einen ganz eigenen Charakter, und wenn du ihn einmal kennst, fühlt sich der Winter weniger wie etwas an, das man durchstehen muss – und mehr wie eine Einladung.

Winter ist Vata-Zeit – was das bedeutet

Im Ayurveda werden die kalten, windigen Monate dem Vata-Prinzip zugeordnet: leicht, kalt, trocken und ständig in Bewegung – wie der Dezemberwind, der um die Hausecken pfeift. Viele kennen das Gefühl, in dieser Zeit innerlich genauso unruhig und zerstreut zu sein wie das Wetter draußen. Für mich ist das keine komplizierte Lehre, sondern ein einfacher Kompass für die Selbstfürsorge: Was kalt, hektisch und trocken ist, bekommt im Winter einen warmen, ruhigen, öligen Gegenpol. Regelmäßigkeit, Wärme und langsame Rituale – das ist mein Ayurveda für die dunkle Jahreszeit.

Und genau deshalb fühlt sich warmes Öl im Winter so besonders an. Wenn ich bei einer Abhyanga das angewärmte Sesamöl mit langsamen, gleichmäßigen Streichungen auftrage, passiert etwas, das ich im Sommer so nie erlebe: Die Wärme bleibt. Sie legt sich wie eine zweite Decke auf die Haut, die Schultern sinken, der Atem wird ruhiger. Viele Gäste beschreiben es als das Gefühl, endlich wieder aufgetaut zu sein. Die Haut fühlt sich danach weich und gepflegt an – gerade dann, wenn Heizungsluft und Kälte sie spannen lassen.

Warme Abendrituale für kalte Tage

Mein Winterabend folgt fast immer demselben kleinen Ritual, und ich gebe es gern weiter: ein warmes Fußbad, während der Tee zieht. Danach Licht runter, Bildschirm aus, eine Kerze an. Dazu ein warmes Getränk mit Ingwer, Zimt oder Kardamom – nicht, weil es irgendetwas bewirken soll, sondern weil es gut schmeckt und sich von innen wohlig warm anfühlt. Und ich gehe früher ins Bett, als ich es im Sommer je tun würde. Der Winter lädt zum Rückzug ein, und ich habe aufgehört, dagegen anzukämpfen.

Auch beim Essen koche ich im Winter fast nur noch warm: Suppen und Eintöpfe, morgens Porridge mit gedünstetem Apfel und Zimt, abends Ofengemüse, ab und zu ein Bratapfel. Im Ayurveda gilt: Im Winter darf es warm, nährend und ein bisschen reichhaltiger sein – der kalte Salat kann bis zum Frühling warten. Für mich ist das die vielleicht einfachste Form der Selbstfürsorge: etwas Warmes im Topf, das die Küche duften lässt, während es draußen früh dunkel wird.

Selbstmassage mit warmem Öl – dein kleines Ritual zuhause

Zwischen zwei Studiobesuchen muss niemand auf warmes Öl verzichten. Meine einfachste Empfehlung: Erwärme etwas Sesamöl im Wasserbad – handwarm, nicht heiß –, stell dich auf ein altes Handtuch und nimm dir zehn Minuten Zeit: Füße, Beine, Arme, mit ruhigen, langsamen Strichen, so wie es sich für dich gut anfühlt. Danach kurz nachspüren und warm abduschen. Gerade an grauen Sonntagen ist das mein liebstes Ritual, um den Tag warm ausklingen zu lassen. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier im Blog.

Eine warme Auszeit im Studio – in Köln, Aachen, Alsdorf und Jülich

Und manchmal darf es mehr sein als zehn Minuten: ein warmer Raum, vorgewärmtes Öl und 60 oder 90 Minuten, in denen du gar nichts tun musst. Eine Abhyanga dauert bei mir 60 Minuten (90 €) oder 90 Minuten (120 €) – die Preise sind an allen Standorten gleich. Du findest mich nach Terminvereinbarung in Köln-Ehrenfeld, in Aachen im PRANA Yogastudio, in Alsdorf in der Seelen Auszeit und in Jülich bei L&L Physio – der Stadt, in der ich selbst zuhause bin. Gerade im Winter, wenn alles grau wirkt, erzählen mir viele Gäste, dass dieser Termin der Lichtblick ihrer Woche ist.

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Für mich ist der Winter längst keine Jahreszeit mehr, die ich überstehen will. Er ist die Zeit, in der Selbstfürsorge am leichtesten fällt, weil alles in uns ohnehin nach Wärme, Ruhe und Rückzug sucht. Vielleicht beginnst du mit einem einzigen Abendritual aus diesem Text – oder mit einer warmen Stunde auf der Massageliege. Und falls du gerade nach einem Weihnachtsgeschenk suchst: Eine Abhyanga lässt sich auch als Gutschein verschenken. Ich kann mir kaum eine wärmere Art vorstellen, jemandem eine Auszeit zu schenken.

Hinweis: Ayuasana bietet Wellness-Massagen zum allgemeinen Wohlbefinden. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung; bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.

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