Wenn ich morgens durch Ehrenfeld gehe und der Wind die ersten Blätter über die Simrockstraße treibt, spüre ich es jedes Jahr aufs Neue: Der Herbst zieht auf. Die Luft wird kühler, trockener, unruhiger – und mit ihr verändert sich auch etwas in uns. Viele Klient:innen, die in dieser Zeit zu mir nach Köln kommen, erzählen mir von einem ähnlichen Gefühl: innerlich ein bisschen aufgewühlt, die Haut trockener, die Gedanken schneller, das Bedürfnis nach Wärme größer. Im Ayurveda hat dieses Empfinden einen Namen – es ist die Zeit von Vata.
Vata – die Qualitäten von Wind und Wandel
Der Ayurveda, wie ihn klassische Texte wie die Ashtanga Hridaya überliefern, beschreibt die Welt in Qualitäten: kühl und warm, trocken und ölig, leicht und schwer, bewegt und ruhig. Der Herbst trägt vor allem die Handschrift von Vata – jenem Prinzip, das mit Luft und Bewegung verbunden ist. Vata ist trocken, kühl, leicht, rau und ständig in Bewegung, wie der Wind, der durch die kahler werdenden Straßen Kölns fegt.
Wenn draußen genau diese Qualitäten zunehmen, ist es kein Wunder, dass viele Menschen sie auch bei sich selbst wahrnehmen: die Lippen und Hände fühlen sich trockener an, der Schlaf wird leichter, die Gedanken springen von einem zum nächsten. Das ist kein Makel und nichts, was „falsch" wäre – es ist einfach die Sprache der Jahreszeit. Der Ayurveda lädt uns ein, ihr nicht mit noch mehr Kälte und Hektik zu begegnen, sondern mit dem Gegenteil: mit Wärme, Öl, Ruhe und Rhythmus.
Was dem Herbst-Gefühl entgegenkommt
Das Prinzip dahinter ist wunderbar einfach: Ähnliches verstärkt sich, Gegensätzliches gleicht sich aus. Wo der Herbst trocken, kühl und unruhig ist, tut vielen Menschen genau das Warme, Ölige und Erdende gut. Ein paar Dinge, die ich selbst in dieser Jahreszeit besonders schätze – und die sich für viele wohltuend anfühlen:
Warm essen, warm trinken
Statt Rohkost und kalten Salaten darf jetzt Gekochtes auf den Teller: warme Suppen, gedünstetes Gemüse, Porridge am Morgen, Gewürze wie Ingwer, Zimt und Kreuzkümmel. Ein Glas warmes Wasser über den Tag verteilt fühlt sich für viele erstaunlich wohltuend an.
Öl als tägliches Ritual
Vielleicht das Herzstück der Vata-Zeit. Warmes Sesamöl, sanft in die Haut einmassiert, bevor man unter die Dusche geht, ist ein kleines Ritual, das viele Menschen als zutiefst nährend und wohltuend empfinden. Auf Sanskrit heißt diese Selbstmassage Abhyanga – und genau daraus ist mein Angebot gewachsen.
Rhythmus und Ruhe
Vata liebt Regelmäßigkeit. Feste Zeiten zum Aufstehen, Essen und Schlafen, ein ruhiger Abend ohne Bildschirm, ein früher Spaziergang durch den Grüngürtel – solche kleinen Anker geben dem unruhigen Herbst-Gefühl etwas Halt.
Abhyanga – Wärme, Öl und Zeit in Köln-Ehrenfeld
Was zu Hause in ein paar Minuten geht, wird in meiner Praxis zu einem ganzen Erlebnis. Bei einer Abhyanga-Wellnessmassage nehme ich mir Zeit, warmes Öl in ruhigen, fließenden Bewegungen über den ganzen Körper zu verteilen. Viele Menschen beschreiben es danach als ein tiefes Gefühl von Wärme, Geerdet-Sein und Ruhe – so, als hätten sie den Wind für eine Weile draußen gelassen.
Gerade im Herbst ist das für mich die schönste Jahreszeit für Abhyanga. Wenn es draußen früh dunkel und kühl wird, kann eine Stunde auf der warmen Liege, mit warmem Öl und ohne Termine im Kopf, sich anfühlen wie ein kleiner Rückzugsort mitten in Köln.
Wenn du neugierig bist, findest du mich in Köln-Ehrenfeld in der Simrockstraße. Eine Abhyanga dauert 60 oder 90 Minuten, und ob eine Yoga-Massage oder eine Paar-Abhyanga besser zu dir passt, finden wir in Ruhe gemeinsam heraus. Du kannst ganz unkompliziert über das Buchungsformular auf ayuasana.com oder per WhatsApp Kontakt aufnehmen – ich freue mich, wenn wir uns durch diese Vata-Zeit ein Stück Wärme gönnen.
Und falls du mit gesundheitlichen Fragen unterwegs bist, sprich bitte zuerst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt – meine Arbeit ist Wellness und Entspannung, kein Ersatz für ärztlichen Rat.